Das Cluster für Atherothrombose und individualisierte Medizin
Ein Zusammenschluss führender Partner aus Wissenschaft und Industrie, auf dem Weg die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen neu zu definieren. Mithilfe von Künstlicher Intelligenz identifizieren wir krankheitsrelevante Faktoren und entwickeln präzisions-medizinische Ansätze, die das Risiko, die Folgen und die Sterblichkeit von Herz-Kreislauf-Erkrankungen reduzieren. Seit 2026 ist unser BMFTR-gefördertes Cluster erfolgreich in der zweiten Umsetzungsphase.
Upscaling für die erfolgreiche Herstellung von Zellen zur Regenierierung von Herzen nach einem Infarkt.
Im Projekt curARace arbeiten Boris Greber (Catalent), Robert Zweigerdt (MHH) und Johnny Kim (TRON) gemeinsam an der Entwicklung einer skalierbaren, GMP-konformen Plattform zur Herstellung funktioneller, transplantierbarer Herzzellen und Herzgewebe aus humanen iPS-Zellen. Dabei werden Erkenntnisse aus curATime mit der umfassenden Expertise von Catalent in den Bereichen GMP-konforme Herstellung, Geneditierung und Qualitätskontrolle von Zellprodukten kombiniert.
Wir heißen Catalent herzlich willkommen und freuen uns auf die gemeinsame Weiterentwicklung innovativer Ansätze für die Herzgeweberegeneration.
curATime Publikation
Spannende Neuigkeiten aus unserem microbAIome-Projekt: Eine Studie von Nadja Paeslack aus der Arbeitsgruppe von Christoph Reinhardt wurde in der Fachzeitschrift Redox Biology unter dem Titel „Toll-like receptor 2 impacts small intestinal villus capillarization through epithelial dual oxidase 2“ veröffentlicht.
Die Studie identifiziert eine neue Mikrobiota–TLR2–DUOX2-Signalachse, die die Gefäßversorgung der Darmzotten reguliert – kleiner fingerförmiger Strukturen im Dünndarm, die für die Nährstoffaufnahme verantwortlich sind. Die Ergebnisse zeigen, wie die Wahrnehmung mikrobieller Signale durch das Darmepithel den Umbau des Gefäßnetzwerks sowohl unter physiologischen Bedingungen als auch während entzündlicher Prozesse beeinflusst.
curATime Publikation
Tolle Neuigkeiten vom Projekt biosignATure der Phase I: Die Publikation mit dem Titel „Blood DNA Methylation Patterns Across Carotid, Coronary, and Peripheral Atherosclerosis: A Comparative Analysis in 2 Prospective Cohorts“ wurde im JACC-Journal veröffentlicht.
Die Studie deckt epigenetische Veränderungen in Signalwegen auf, die mit Zigarettenrauchen, Thrombozytenreaktivität und Thrombose, Entzündungen sowie dem Fettstoffwechsel in Zusammenhang stehen. Die Ergebnisse lassen eine mögliche zukünftige Nutzung dieser durch Exposition bedingten epigenetischen Veränderungen als therapeutische Ansatzpunkte erkennen.
Wir heißen unsere neuen Partner willkommen
Im Rahmen der zweiten curATime-Phase liegt der Fokus auf der Überführung von Forschung in die klinische Anwendung.
Im Projekt ThrombID arbeiten Prof. Wolfram Ruf (Universitätsmedizin Mainz) und Kai Prager (DiaSys Diagnostic Systems GmbH) gemeinsam daran, die Diagnostik von Gefäßdysfunktionen bei thromboinflammatorischen Autoimmunerkrankungen weiterzuentwickeln. Erkenntnisse aus curATime werden mit der diagnostischen Expertise von DiaSys kombiniert, um neue Nachweismethoden zu entwickeln.
Wir heißen DiaSys herzlich willkommen und freuen uns auf eine erfolgreiche Zusammenarbeit.
Erfolgreiche DFG-Förderung für curATime-Forschende der Universitätsmedizin Mainz
Mitglieder von curATime haben erfolgreich Fördermittel der Deutschen Forschungsgemeinschaft (DFG) für den Sonderforschungsbereich SFB1784 „The Interplay Between Thrombosis and Inflammation – Translating Molecular Mechanisms into Clinical Applications (IntraC)” eingeworben. Der Forschungsverbund wird in den kommenden vier Jahren mit 12,8 Millionen Euro gefördert, um die Erforschung thromboinflammatorischer Erkrankungen voranzutreiben und neue Strategien für deren Diagnostik, Prävention und Behandlung zu entwickeln.
Der SFB1784 beinhaltet unter anderem vier Projekte, die von Forschenden der Universitätsmedizin Mainz geleitet werden. Zwei dieser Projekte stehen unter der Leitung von curATime-Mitgliedern: Projektleiter/Forscher Prof. Wolfram Ruf gemeinsam mit Dr. Nadine Müller-Calleja sowie dem Projektleiter Prof. Christoph Reinhardt.
Durch den Zusammenschluss schlagkräftiger Akteure aus Wissenschaft und Industrie mit komplementären Kompetenzen treten wir der Herausforderung der maßgeschneiderten Behandlung Atherothrombose-bedingter kardiovaskulärer Erkrankungen entgegen.
Im Rahmen von curATime wollen wir mit Hilfe von Künstlicher Intelligenz krankheitsrelevante Faktoren identifizieren, die kausal mit Atherothrombose in Verbindung stehen. Darüber hinaus wollen wir molekular definierte Präzisionsinterventionen erkennen, die das Auftreten und die Auswirkungen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen in der Bevölkerung reduzieren und damit die Sterblichkeit signifikant verringern.
Die Herausforderungen
Atherothrombose ist die weltweite Todesursache Nr. 1
Die Todeszahlen steigen jährlich weiter an
Neben der hohen Sterberate können Herzkreislauferkrankungen die Lebensqualität der Betroffenen stark beeinträchtigen
In der medizinischen Forschung wurde in den letzten Jahrzehnten kein nennenswerter Fortschritt erzielt
Es besteht ein dringender Bedarf an neuen, personalisierten Therapiemöglichkeiten
Unsere Lösung
Passgenaue Targetierung krankheitsrelevanter Mechanismen durch KI- und mRNA-basierte Technologien.
Hierfür sollen mittels KI-gestützten und hochmodernen bioinformatischen Ansätzen individualisierte und subgruppenspezifische Biomarker- und Risikoprofile erschlossen und zur Entwicklung innovativer diagnostischer, präventiver und therapeutischer Konzepte eingesetzt werden. Das schließt sowohl die Entwicklung neuartiger Algorithmen zur Verbesserung der Therapieauswahl und Risikoabschätzung als auch von eHealth-Apps und Smart Devices mit ein. Zentral für den Erfolg des Clusters sind große Datensätze aus repräsentativen Bevölkerungsstudien und deren Computer-basierte Analyse mittels Künstlicher Intelligenz.