curATime besteht aus vier Innovationsfeldern, denen einzelne Projekte zugeteilt und die miteinander vernetzt sind: curAIdent, curATreat, curATech, curAInnovate.
Das Innovationsfeld curAIdent bildet die forschungsseitige Ausgangsbasis von curATime. Hier erfolgen die Identifikation, Charakterisierung und Validierung krankheitsrelevanter molekularer Signaturen als Grundlage für personalisierte RNA-basierte und andere pharmakologische Interventionen. Dabei werden u.a. modernste Einzelzelltechnologien, Omics-Verfahren und KI-gestützte Analysemethoden eingesetzt, um präzise und klinisch relevante Target-Strukturen zu identifizieren.
curACrossDev - Virtualisierte und humanzentrierte Identifikation und Evaluation von Candidate Targets in der cross-funktionalen Arzneimittelentwicklung
curACrossDev baut auf den Erfolgen des biosignATure Projekts auf und verfolgt das Ziel, die Entwicklung innovativer Ansätze zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen, insbesondere im Kontext von metabolischen Erkrankungen sowie Adipositas, durch moderne digitale Technologien grundlegend zu beschleunigen. Ein besonderer Schwerpunkt liegt auf der Nutzung der Digital-Twin-Technologie, mit der Wirksamkeit und Sicherheit therapeutischer Interventionen rein in silico simuliert werden können – bis hin zur virtuellen Abbildung klinischer Studien. Dadurch können Entwicklungs- und Entscheidungsprozesse entlang der präklinischen und klinischen Forschung effizienter gestaltet und unter realitätsnahen Bedingungen validiert werden. Gleichzeitig eröffnet die Plattform neue Möglichkeiten, vielversprechende Zielmoleküle und therapeutische Ansätze frühzeitig zu identifizieren und zu priorisieren und trägt somit dazu bei, die Anzahl gescheiterter klinischer Studien zu verringern.
Ein interdisziplinäres Netzwerk aus datengetriebener und translationaler Forschung, Präklinik, Nanotechnologie und Arzneimittelentwicklung entwickelt die Plattform kontinuierlich weiter. Die Testung und Validierung der Pipeline im Real-World-Setting der klinischen Entwicklung und Marktentwicklung erfolgt gemeinsam mit einem Pharmaunternehmen, um die Überführung in die pharmazeutische Praxis zu beschleunigen. curACrossDev schafft so die Grundlage für effizientere Wirkstoffentwicklung und einen entscheidenden Fortschritt hin zu personalisierten Therapien.
Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Wild
Koordinator curACrossDev
Leiter Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention, Leiter Klinische Epidemiologie und Systemmedizin, CTH, Koordinator Gutenberg-Gesundheitsstudie, Principal Investigator Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK)
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curATarget - Atherosklerosetargets in Thromboinflammation
Das Ziel von curATarget ist die Entwicklung neuer Behandlungsstrategien für die Atherothrombose. Die zugrunde liegende Atherosklerose ist eine chronische Entzündung der Arterien, die wesentlich zur Entstehung und den Komplikationen von Herz-Kreislauf-Erkrankungen beiträgt. Dabei spielen thrombotische Prozesse und deren Interaktionen mit dem angeborenen als auch dem adaptiven Immunsystem eine wichtige Rolle.
curATarget hat in der ersten Förderperiode bereits KI-gestützte Methoden entwickelt, die Atherothrombose fördernde und schützende Immunzelltypen erkennen und deren Interaktionen klassifizieren. Diese Verfahren werden in der Fortsetzung des Projekts nun zur Therapieüberwachung von präklinischen Interventionsstudien weiterentwickelt. Die geplanten Studien werden insbesondere immunmodulierende Therapieansätze im Kontext von klinisch relevanter Standardtherapie der Lipidsenkung evaluieren, um die klinische Priorisierung von neuen Therapien zu verbessern. Ein besonderer Fokus liegt auch auf der Charakterisierung von Immunzellen aus menschlichen Gefäßablagerungen, die Mithilfe moderner Einzelzellanalysen und KI zur Identifizierung neuer Zielstrukturen herangezogen werden. Darauf aufbauend werden Immunisierungsstrategien entwickelt, die gezielt und verträglich in das Immunsystem eingreifen. Durch den Einsatz innovativer KI- Modellen zur Definition von Krankheitsprozessen und deren Validierung in Anwendungen von spezifischen Immuninterventionen wird die Entwicklung neuer, personalisierter Therapien für Atherothrombose beschleunigt.
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf
Koordinator curATarget
Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Thrombose und Hämostase an der Unimedizin Mainz
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microbAIome - Wirt-Mikrobiom-Interaktionen bei Atherothrombose
Das Projekt microbAIome untersucht mittels gnotobiotischer Mausmodelle die Mikrobiom-abhängige Modulation vaskulärer Stoffwechselwege, die an der Entstehung von Atherothormbose beteiligt sind. Gemeinsam mit dem Firmenpartner StarSEQ GmbH sollen zentrale mikrobielle Markerspezies des Darmmikrobioms identifiziert werden, die in kausalem Zusammenhang mit der Darm-Leber-Herz-Achse stehen. In Kooperation mit dem assoziierten Partner TRON gGmbH sollen die Einflüsse des Mikrobioms auf das Expressionsprofil des sinusoidalen Leberendothels mittels RNA-Seq-Analysen genauer charakterisiert werden. Dabei stehen insbesondere vom Darmmikrobiom induzierten Signalwege im Fokus, die an der Atherosklerose beteiligte Stoffwechselwege des sinusoidalen Leberendothels regulieren. Ziel des Projekts ist die Entwicklung einer diagnostischen Pipeline in Form eines Metabarcoding-Ansatzes. Aufbauend auf der ersten Förderperiode soll eine minimale Stichprobe aus humanen Kohorten funktionell charakterisiert werden. Der entwickelte Metabarcoding-Ansatz soll schließlich an Hand der Patientenkohorten validiert werden und mikrobielle Stoffwechseleigenschaften sollen in Krankheitsmodelle integriert werden.
Univ. Prof. Dr. Christoph Reinhardt
Koordinator microbAIome
Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH), Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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Das Innovationsfeld curATreat fokussiert auf die präklinische und klinisch-translatorische Entwicklung RNA-basierter Therapien zur Intervention in den Pathomechanismus der Atherothrombose und kardiovaskulärer Erkrankungen. Dabei fließen kontinuierlich die in curAIdent durchgeführte Priorisierung krankheitsrelevanter Zielstrukturen sowie das in curATech gewonnene Wissen ein, um die fokussierte Validierung und klinische Entwicklung insbesondere mRNA-basierter Interventionen in der Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen überhaupt erst zu ermöglichen.
curATherapy - RNA-basierte Therapieansätze zur Behandlung atherothrombotischer Erkrankungen
Das Projekt curATherapy entwickelt neuartige RNA-basierte Therapien zur Behandlung von Herz-Kreislauf-Erkrankungen wie Atherosklerose und Myokardinfarkt. Ziel ist es, therapeutische RNA mithilfe innovativer Nanopartikel gezielt in die Zelltypen zu transportieren, die maßgeblich an der Entstehung und dem Fortschreiten dieser Erkrankungen beteiligt sind.
Durch die Kombination moderner RNA-Technologien mit zielgerichteten Trägersystemen soll eine neue Generation präziser Therapien entstehen, die krankheitsrelevante Prozesse direkt im betroffenen Gewebe beeinflussen kann. Langfristig eröffnet dieser Ansatz neue Möglichkeiten für die Prävention und Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen.
Die entwickelten Therapeutika werden in zellbasierten Modellen sowie in präklinischen Krankheitsmodellen umfassend untersucht. Dabei werden ihre Wirksamkeit, Sicherheit und die zugrunde liegenden biologischen Wirkmechanismen charakterisiert und validiert.
PD Dr. Boris Strilic
Koordinator curATherapy
TRON gGmbH
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curAInfarct - Diagnostik und Therapie
curAInfarct beschäftigt sich mit neuen Konzepten der Behandlung von Herzschwäche, insbesondere der ischämischen Herzinsuffizienz, die infolge eines Herzinfarktes auftritt.
Sie ist eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte, Invalidität und Sterblichkeit mit hohem medizinischem und gesellschaftlichem Bedarf. Trotz großer medizinischer Fortschritte in der Akutbehandlung des Herzinfarktes gibt es bisher leider keine wirksamen Methoden, die Entwicklung einer Herzschwäche zu verhindern, wenn die Betroffenen verzögert einer Herzinfarktbehandlung zugeführt werden.
Ziel dieses Projekts ist die (prä)klinische Entwicklung innovativer Diagnostik und Immun-Therapien durch gezielte Hemmung von Signalkaskaden, die eine zentrale Rolle in der Herzschwäche-Entstehung nach Herzinfarkt haben. Diese finden insbesondere im Bereich der Gerinnung und Entzündung statt. Durch die enge Verbindung von Wirkstofftestung in präklinischen Modellen und im Patienten und der Validierung patientenspezifischer Biomarker zur Therapiesteuerung leistet curAInfarct einen wichtigen Beitrag zur zielgerichteten Therapie atherothrombotischer Erkrankungen. Damit stärkt dieses Projekt direkt die klinische Umsetzung der Innovationsstrategie des curATime-Clusters.
Prof. Dr. med. Philip Wenzel
Koordinator curAInfarct
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Zentrum für Kardiologie - Kardiologie I, Stellvertretender Klinikdirektor, Leiter Heart Failure Unit HFUZ037, Centrum für Thrombose und Hämostase;
Direktor der Medizinischen Klinik I - Kardiologie und Internistische Intensivmedizin, Klinikum Darmstadt
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ThrombID - Diagnostik der thrombophilen vaskulären Dysfunktion
Das Ziel von ThrombID ist die Entwicklung innovativer Testverfahren zur Identifizierung von Gefäßveränderungen bei Autoimmunerkrankungen sowie deren langfristige Überführung in die klinische Diagnostik. Autoimmunerkrankungen sind mit kardiovaskulären Krankheitsbildern und einem erhöhten Thromboserisiko assoziiert. Dies gilt insbesondere für das Antiphospholipidsyndrom (APS).
In der ersten Förderperiode konnte gezeigt werden, dass das APS Blutgefäße schädigt. Gefäßschäden gelten als signifikanter Risikofaktor nicht nur für Thrombosen, sondern auch für Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Aufbauend darauf wird das gemeinsame Forschungsprojekt der Universitätsmedizin Mainz und DiaSys Diagnostic Systems Testverfahren entwickeln, die anhand von Plasmaproben Rückschlüsse auf Schädigungen des Endothels, das die Gefäßinnenwand auskleidet, ermöglichen und somit messbare Parameter für die klinische Diagnostik bereitstellen. Darüber hinaus erforscht das Projekt die Rolle spezieller Lipide, die mögliche Schutzmechanismen der Blutgefäße regulieren. Gemeinsam mit DiaSys sollen daraus neue diagnostische Tests entwickelt werden. Zentrale Vernetzungen mit der Gesamtstrategie von curATime werden durch KI unterstützte Biomarker Identifizierung und Validierung in Patientenkohorten geschaffen, um Gefäßschäden bei Autoimmunerkrankungen früher und präziser zu erkennen und so die Patientenversorgung nachhaltig zu verbessern.
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf
Koordinator ThrombID
Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Thrombose und Hämostase an der Unimedizin Mainz
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curAI-LINEAR - Aktiv-Induzierbare Lipidbasierte Nanopartikel für Effektive Arterielle RNATherapie
Für die Behandlung kardiovaskulärer Erkrankungen werden neue therapeutische Ansätze benötigt, da bestehende Therapien häufig keine ausreichende zelltypspezifische Präzision und räumliche Kontrolle ermöglichen. RNA-basierte Therapeutika bieten hierfür aufgrund ihrer hohen Spezifität und Flexibilität ein besonderes Potenzial. curAI-LINEAR verfolgt das Ziel, programmierbare RNA-Schalter zu entwickeln, die therapeutische mRNAs gezielt in ausgewählten krankheitsrelevanten Zelltypen aktivieren, indem sie dort vorkommende RNA-Merkmale erkennen. Zur gezielten Wirkstoffabgabe werden im Projekt curAI-LINEAR zusätzlich lipidbasierte Nanopartikel eingesetzt, die spezifische Oberflächenmerkmale von Zielzellen erkennen sollen. Die Kombination aus zellselektiver Anreicherung und zellspezifischer Aktivierung therapeutischer mRNAs ermöglicht eine präzise Wirkung am Zielort bei gleichzeitiger Minimierung unerwünschter Wirkungen außerhalb des erkrankten Gewebes.
Prof. Dr. Johnny Kim
Koordinator curAI-LINEAR
TRON gGmbH
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curARace - RNA-gestützte Zelltherapie für die kardiovaskuläre Regeneration
Kardiovaskuläre Erkrankungen gehören weltweit zu den häufigsten Todesursachen. Die Regeneration geschädigten Herzgewebes nach einem Herzinfarkt stellt weiterhin eine große medizinische Herausforderung dar. Vor diesem Hintergrund entwickelt curARace innovative Ansätze für die regenerative Herzmedizin und die Erforschung neuer Therapieoptionen.
Ziel des Projekts curARace ist die Entwicklung einer skalierbaren Plattform zur Herstellung funktioneller menschlicher Herzgewebe, die langfristig für regenerative Therapieansätze nach einem Herzinfarkt nutzbar gemacht werden kann. Gleichzeitig dient die Plattform als ein modernes Testsystem für die Entwicklung und präklinische Bewertung innovativer Arzneimittel wie therapeutische mRNA.
Durch die Kombination fortschrittlicher Zelltechnologien mit RNA-basierten Ansätzen sollen die Funktionalität, Integration und Verträglichkeit regenerativer Herzgewebe verbessert werden. Darüber hinaus schafft curARace neue Möglichkeiten, innovative Wirkstoffe unter realitätsnahen Bedingungen zu untersuchen und ihre Entwicklung zu beschleunigen.
Das Projekt curARace leistet damit einen wichtigen Beitrag zur Entwicklung einer neuen Generation regenerativer und präzisionsmedizinischer Therapieansätze für Herz-Kreislauf-Erkrankungen.
Prof. Dr. Johnny Kim
Koordinator curARace
TRON gGmbH
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Das Innovationsfeld curATech stellt das methodisch-technologische Rückgrat von curATime dar. Dabei sollen zentrale Plattformen zur Datenintegration, KI-gestützten Analyse, Bildgebung und Automation weiterentwickelt werden. Der Fokus liegt auf der Entwicklung skalierbarer, interoperabler Technologien, die eine datengestützte Steuerung und Validierung RNA-basierter Entwicklungen in curAIdent und curATreat ermöglichen. Damit entsteht ein durchgängiger, hochmoderner Datenraum für Diagnostik, Wirkstoffentwicklung und klinische Umsetzung.
curAIdisc - curATime KI-gesteuerte Integration für Wirkstoff- und Wissensentdeckung
tba
Univ.-Prof. Dr. Stefan Kramer
Koordinator curAIdisc
Institut für Informatik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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curASonic - Erklärbare Deep-Learning-Modelle für ultraschallbasierte kardiale und vaskuläre Phänotypisierung
Die Echokardiographie ist ein weit verbreitetes, kosteneffizientes und leicht zugängliches Verfahren zur Beurteilung von Struktur und Funktion des Herzens. Auch der Karotis-Ultraschall ist eine etablierte Methode zur Untersuchung der Morphologie und Pathologie der Halsschlagadern. Die herkömmliche Auswertung von Ultraschallaufnahmen nutzt jedoch bislang nur einen Teil der in den Bildsequenzen enthaltenen Informationen.
Aufbauend auf den Erfolgen der Projekte curAIheart und curAIvasc setzt curASonic modernste künstliche Intelligenz ein, um Herz- und Gefäßultraschall gemeinsam mit einem Industriepartner zu einer leistungsfähigen Plattform für die umfassende kardiovaskuläre Diagnostik weiterzuentwickeln. Durch die Kombination moderner KI-gestützter Analyseverfahren mit multimodalen Ultraschalldaten zielt das Projekt darauf ab, neue Marker für kardiovaskuläre Erkrankungen und deren Fortschreiten zu identifizieren und gleichzeitig Ärztinnen und Ärzten schnellere, präzisere und individuell zugeschnittene Erkenntnisse für Diagnostik und Therapie bereitzustellen.
Diese neuartige Analyseplattform kann klinische Arbeitsabläufe effizienter gestalten, Ärztinnen und Ärzte entlasten und die Weiterentwicklung der präzisen, personalisierten Herz-Kreislauf-Medizin maßgeblich vorantreiben.
Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Wild
Koordinator curASonic
Leiter Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention, Leiter Klinische Epidemiologie und Systemmedizin, CTH, Koordinator Gutenberg-Gesundheitsstudie, Principal Investigator Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK)
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curAIAlert - KI-gestütztes Wearable-Warnsystem für Herzinsuffizienz-Patienten
Herzinsuffizienz ist eine der häufigsten Ursachen für Krankenhausaufenthalte und eine reduzierte Lebenserwartung. Trotz moderner Therapien erfolgt die Betreuung oft nur in festen Abständen, sodass frühe Verschlechterungen häufig unentdeckt bleiben.
Das Projekt curAIAlert setzt hier an: Mithilfe künstlicher Intelligenz und Telemedizin werden Patientinnen und Patienten kontinuierlich im Alltag begleitet. Tragbare Geräte wie Smartwatches erfassen Gesundheitsdaten wie Herzfrequenz, Aktivität oder Sauerstoffsättigung. Diese Daten werden anschließend mit klinischen Informationen und patientenberichteten Angaben zusammengeführt. Die KI lernt individuelle Normalwerte und erkennt frühzeitig Abweichungen.
Eine digitale Gesundheitsanwendung unterstützt sowohl Patientinnen und Patienten als auch Ärztinnen und Ärzte durch Warnhinweise und konkrete Handlungsempfehlungen. Gleichzeitig fördern Gamification-Elemente Motivation und Therapietreue (Adhärenz), indem sie zu einem aktiven und gesunden Lebensstil anregen.
Ziel ist es, Verschlechterungen frühzeitig zu erkennen, Krankenhausaufenthalte zu reduzieren und die Versorgung langfristig zu verbessern.“
Univ.-Prof. Dr. med. G. Daniel Dürr
Koordinator curAIAlert
Chirurgie angeborener Herzfehler im Kindes- und Erwachsenenalter, Forschungslabor
Klinik für Herz- und Gefäßchirurgie, Universitätsmedizin Mainz
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curAInnovate bildet die strukturelle, kommunikative und kulturelle Klammer des Clusters. Hier werden zentrale Maßnahmen zur nachhaltigen Implementierung, Transfer in die Anwendung und Weiterentwicklung der curATime-Innovationen verankert werden. Ziel ist es, ein leistungsfähiges und anpassungsfähiges Innovationsumfeld zu schaffen, das Forschungsergebnisse strukturell absichert, wirtschaftlich nutzbar macht und eine nachhaltige Clusterdynamik erzeugt.
curABAIOM - Tailored Secure & Privacy-Preserving AI Infrastructure for Cluster-Specific Biomedical and Omics Research
curABAIOM entwickelt die im Vorgängerprojekt curAHub entstandene datenschutzfokussierte Forschungsplattform gezielt weiter und ergänzt sie um zentrale Komponenten für den sicheren Einsatz im curATime-Cluster. Ziel ist eine hochsichere, modular skalierbare und interoperable Infrastruktur, die Anforderungen aus Forschung, medizinischer Versorgung und Technologie vereint und den hohen Datenschutz- und Sicherheitsstandards im Gesundheitsbereich gerecht wird.
Im Mittelpunkt stehen neue Funktionen zur datenschutzkonformen Anbindung externer Datenquellen sowie zur Integration biomedizinischen Wissens. Dadurch können komplexe Forschungsdaten domänenübergreifend zusammengeführt und mit modernen KI-Methoden ausgewertet werden, um neue medizinische Erkenntnisse zu gewinnen. Ergänzt wird die Plattform durch eine leistungsfähige, flexibel skalierbare Infrastruktur für rechenintensive Analysen sowie eine anbieterunabhängige Cloud-Architektur.
So wird curABAIOM zum technischen Enabler für präzise, datengetriebene und kollaborative kardiovaskuläre Forschung im Cluster.
Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Wild
Koordinator curABAIOM
Leiter Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention, Leiter Klinische Epidemiologie und Systemmedizin, CTH, Koordinator Gutenberg-Gesundheitsstudie, Principal Investigator Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK)
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curAConnect - Culture – Networking – Training
curAConnect entsteht aus dem Zusammenschluss der Projekte curAEducate und curACulture aus der ersten Phase und hat das Ziel, die zukunftsorientierte Clusterkultur von curATime langfristig zu stärken und zu verstetigen. Gleichzeitig soll der wissenschaftliche Nachwuchs durch u.a. das Mentoring-Programm, dem jährlichen Career-Day, sowie innerhalb einer an curATime thematisch angelehnten Vorlesungsreihe, gezielt gefördert und als wichtige Impulsgeber für zukünftige Entwicklungen positioniert werden. Durch die enge Verknüpfung von Aus und Weiterbildung mit Hilfe unserer curAAcademy-Maßnahmen, aktivem Netzwerkaufbau durch z.B. Netzwerkveranstaltungen mit Biotechfirmen und strategischer Öffentlichkeitsarbeit bei dem neben der breiten Masse verschiedene Zielgruppen, wie Betroffene, Familien aber auch Unternehmen angesprochen werden, wird die Sichtbarkeit des Clusters erhöht. Auf diese Weise soll curATime sowohl national als auch international als führendes Innovationscluster etabliert und wirksam weiterentwickelt werden. Zusätzlich werden Kooperationen gestärkt, innovative Formate entwickelt und nachhaltige Strukturen geschaffen, die den langfristigen Wissenstransfer und interdisziplinären Austausch innerhalb des Clusters sichern.
Dr. Anja Schubert
Koordinatorin curAConnect
TRON gGmbH, Projektmanagement
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P1 biosignATure - Systemorientierte, Multi-Omics-Identifikation von Biomarkersignaturen für die Detektion, Quantifizierung und Behandlung von Atherothrombose
Atherothrombose ist trotz der Fortschritte in der Medizin weltweit die führende Todesursache. Die vielschichtigen Pathomechanismen dieser Erkrankung werden von den derzeitig verfügbaren Therapeutika nur unzureichend abgedeckt und 95% der in Studien getesteten Kandidaten scheitern bereits in der frühen klinischen Entwicklungsphase.
Im Fokus des biosignATure Projekts liegen therapeutische Ansatzpunkte, die zentral für die Entstehung und den Verlauf der Erkrankung sind und das Potenzial für die Entwicklung von Medikamenten mit Zusatzwirkung zu herkömmlichen Behandlung haben. Hierfür werden modernste analytische Methoden der künstlichen Intelligenz angewendet, um aus Biodatenbanken mit tiefer klinischer Phänotypisierung und Multi-omics-Daten zu sequentiellen Zeitpunkten neue therapeutische Ansatzpunkte zu identifizieren. Die daraus resultierende Pipeline wird durch Daten aus der experimentellen, mechanistischen Forschung komplementiert.
Ein multidisziplinäres Gremium aus der translationalen Forschung, der Medikamentenentwicklung und der klinischen Anwendung evaluiert in biosignATure die Ergebnisse in allen Entwicklungsschritten für einen späteren klinischen Einsatz von innovativer RNA Technologie und der Nutzung von Biomarkerstrukturen.
Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Wild
Koordinator biosignATure
Leiter Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention, Leiter Klinische Epidemiologie und Systemmedizin, CTH, Koordinator Gutenberg-Gesundheitsstudie, Principal Investigator Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK)
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P2 curATarget - Atherosklerosetargets in Thromboinflammation
In curATarget werden thrombo-inflammatorische Zielmoleküle identifiziert und priorisiert, die eine lokale Reprogrammierung von Immunreaktionen bei athero-thrombotischen Erkrankungen ermöglichen.
Thrombo-Inflammation, das Wechselspiel von entzündlichen und thrombotischen Prozessen, trägt erheblich zum Restrisiko in der Therapie von kardiovaskulären Erkrankungen bei. Diese atherogenen Prozesse beeinflussen lokal die Immunantwort in der Gefäßwand. In diesem Projekt werden durch hochauflösenden Einzelzellanalysen in präklinischen und klinischen Proben pro- und anti-atherogene Funktionsveränderungen von Immunzellen molekular definiert und mit klinischen Biomarkerprofilen der Atherothrombose verknüpft. Im Rahmen des Gesamtprojekts werden standardisierte bioinformatische Pipelines und KI-basierte Methoden zur Klassifizierung immunologischer Veränderungen in athero-thrombotischen Läsionen und zur Identifizierung neuer therapeutischer Ziele für die zelltypspezifische Reprogrammierung entwickelt.
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf
Koordinator curATarget
Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Thrombose und Hämostase an der Unimedizin Mainz
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P3 microbAIome - Wirt-Mikrobiom-Interaktionen bei Atherothrombose
Das microbAIome-Projekt untersucht die Rolle des Mikrobioms bei der Atherothrombose. Hierbei werden insbesondere bioinformatische Analyse von RNA-Sequenzierungsergebnissen durchgeführt. In einem komplementären Ansatz werden klinische Mikrobiome aus Studienpopulationen mit Herz-Kreislauf-Erkrankungen in keimfreie Empfängermäuse transplantiert, um die Rolle dieser Mikrobiome in der arteriellen Thrombose zu erforschen. Zusätzlich werden potentielle Zielstrukturen innerhalb des Sphingolipid-Synthesewegs mit Hinblick auf der Entstehung von Atherothrombose untersucht. Zusammen mit der Analyse von Stuhlproben von Patienten mit kardiovaskulären Erkrankungen kann in diesem translationalen Projekt Wissen über die Auswirkungen des Darmmikrobioms auf kardiovaskuläre Erkrankungen generiert werden, das in Zukunft für eine optimale Diagnose, Stratifizierung und Behandlung von Patienten hilfreich sein wird.
Univ.-Prof. Dr. Christoph Reinhardt
Koordinator microbAIome
Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH), Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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P4 curABodies - Atherothrombose-assoziierte Autoantikörpersignaturen als Krankheitsprädiktoren und Biomarkers für Diagnose und Therapie
Im Projekt curABodies möchten wir eine von TRON und BioNTech entwickelte Technologieplattform zusammen mit den Erkenntnissen aus hochqualitativen Krankheits- und Kohortenstudien, sowie der epidemiologischen und systemmedizinischen Expertise der Unimedizin Mainz nutzen, um neue krankheitsrelevante Autoantikörpersignaturen für kardiovaskuläre Erkrankungen in bisher nicht gekanntem Umfang und Auflösung zu identifizieren. Ziel ist es hierbei, die Autoantikörpersignaturen als Biomarker oder Zielstrukturen für die Entwicklung neuer diagnostischer und therapeutischer Anwendungen nutzbar zu machen.
Carina Versantvoort
Koordinatorin curABodies
TRON gGmbH, Leiterin Funktionseinheit Serodiscovery
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P5 diAMs - Hochauflösende 4D Proteomik- und Lipidomik Plattorm zur Entschlüsselung molekularer Pathomechanismen der Atherothrombose
Die diAMs-Plattform nutzt hochauflösende quantitative datenunabhängige Massenspektrometrie-Technologien, die im Rahmen des Mainzer Forschungskerns DIASyM etabliert wurden. Die generierten mehrdimensionalen Datensätze auf Protein-, und Lipid-Ebene ermöglichen zusammen mit bioinformatischen Workflows und maschinellem Lernen eine umfassende Charakterisierung klinischer Proben und die Entschlüsselung komplexer pathophysiologischer Mechanismen bei unterschiedlichen Krankheitsbildern.
Die diAMs Plattform entwickelt und optimiert hochsensitive Methoden für die quantitative Charakterisierung von komplexen Proteomen, posttranslationalen Proteinmodifikationen und Lipidimmunmodulatoren. Diese werden eingesetzt zur Identifikation Multi-OMICs-basierter Signaturen, die bei der Reprogrammierung von Makrophagen und Thrombozyten-Aktivierung induziert werden. Die diAMs-Plattform nutzt modernste bioinformatische Workflows für die Integration von Multi-OMICs Datensätzen und ihre Interpretation unter Verwendung biologischer Netzwerkdaten für Patientenstratifizierung und Biomarker-Erkennung.
Univ.-Prof. Dr. Stefan Tenzer
Koordinator diAMs
Institut für Immunologie, Universitätsmedizin Mainz
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P6 curAIntervent - Lokoregionäre RNA Immuntherapie der Atherothrombose
Im Rahmen von curAIntervent soll unter Nutzung der in TRON etablierten RNA-Technologie der präklinische Grundstein für innovative Therapiemöglichkeiten gegen Atherothrombose erarbeitet werden, um die Basis für eine industrielle Arzneimittelentwicklung zu schaffen. Dieses Ziel soll gemeinsam mit unserem industriellen Partner, der resano GmbH, geleistet werden und zielt auf eine klinische Testung hin. Hierbei steht die Nutzung nanopartikulär formulierter, systemisch applizierter RNA im Vordergrund. Durch die Kooperation mit der AG von Herrn Prof. Lutz Nuhn (Universität Würzburg), soll eine Nanopartikelformulierung entwickelt werden, mit deren Hilfe targetierte Therapien der Atherothrombose ermöglicht werden sollen. Potentielle Zielstrukturen werden u.a. durch Anwendung von Methoden aus der Künstlichen Intelligenz auf Multi-Omics-Daten aus großen klinischen Kohorten und bevölkerungsbasierten Studien von unserem Partner, der Unimedizin Mainz, identifiziert. Hierbei liegt der Fokus auf Targetstrukturen, die klinisch relevant und einer medikamentenösen Therapie zugänglich sind.
Dr. Johnny Kim
Koordinator curAIntervent
TRON gGmbH
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P7 megATarget - Megakaryozyten-Targetierung zur Generierung reparativer Thrombozyten
Herz-Kreislauf-Erkrankungen verursachen ein Drittel aller Todesfälle weltweit. Davon ist die Atherothrombose Hauptursache für Herzinfarkt und Schlaganfall. Dabei löst sich ein Teil einer verdickten, verfetteten Blutgefäßwand. Das dabei entstehende Blutgerinnsel kann zu Gefäßverschluss und plötzlicher Unterbrechung der Blutversorgung führen. Trotz der Fortschritte in der Behandlung der Atherothrombose kommt es auch unter optimaler Therapie weiterhin zu Gefäßverschlüssen.
Ziel dieses Projekts ist die Entwicklung eines neuartigen Therapieansatzes, der gezielt das Zusammenspiel von Blutgerinnung und Entzündungsvorgängen in der Atherothrombose adressiert. Verschiedene Thrombozytenfunktionen spielen hierbei eine zentrale Rolle. Zusammen mit unseren Projektpartnern wollen wir durch Nukleinsäure-basierte Wirkstoffe Thrombozytenvorläufer im Knochenmark (Megakaryozyten) umprogrammieren, so dass diese therapeutisch wirksame Thrombozyten generieren. Dafür werden in der ersten Projektphase bei den Projektpartnern etablierte Techniken eingesetzt, um die Verpackung und Spezifität der Wirkstoffe zu optimieren. Außerdem wollen wir neue Nukleinsäure-basierte Wirkstoffe entwerfen und synthetisieren und deren Wirksamkeit untersuchen.
Jun.-Prof. Dr. Carsten Deppermann
Koordinator megATarget
Juniorprofessor für Systemische Interaktionen der Hämostase, Centrum für Thrombose und Hämostase (CTH), Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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P8 heartATech - Monozyten-Makrophagen-Reprogrammierung zur Verhinderung der Ischämischen Herzinsuffizienz nach Myokardinfarkt
heartATech beschäftigt sich mit der Monozyten-Makrophagen-Reprogrammierung zur Verhinderung der ischämischen Herzinsuffizienz (IHF) nach Myokardinfarkt (MI) durch synthetisierte mRNA mit Lipoplex-Formulierung.
Monozyten sind im kardialen Remodeling durch synthetisierte mRNA mit Lipoplex-Formulierung adressierbar und können als therapeutisches Shuttle fungieren, um die Entwicklung einer IHF zu vermeiden. Ribotherapeutika können so entsprechende Signalwege gewebsspezifisch adressieren, um eine nebenwirkungsarme, effiziente immunmodulatorische Therapie nach MI zu erreichen. Wir wollen die Rolle der Gerinnungsproteasen und deren Rezeptoren für die Monozyten-Makrophagen getriebene kardiale Remodellierung nach MI untersuchen. Diese Funktionen sind essentiell für die Vermittlung einer überschießenden kardialen Fibrosierung. Wir planen die Untersuchung von Mäusen, deren die Säurewahrnehmenden Rezeptoren fehlen, so dass die Reprogrammierung proinflammatorischer Zellen hin zu gewebereparierenden Zellen nicht mehr möglich ist. Beide Rezeptoren könnten adressierbare Zielstrukturen sein, um kardiale und vaskuläre Dysfunktion bei IHF abzuschwächen.
Prof. Dr. med. Philip Wenzel
Koordinator heartATech
Universitätsmedizin der Johannes Gutenberg-Universität Mainz, Zentrum für Kardiologie - Kardiologie I, Stellvertretender Klinikdirektor, Leiter Heart Failure Unit HFUZ037, Centrum für Thrombose und Hämostase
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P9 endoTArget - Entwicklung therapeutischer Strategien in Autoimmunthrombose
Ziel von endoTArget ist die Entwicklung therapeutischer Strategien in der Autoimmunthrombose.
Autoimmune Erkrankungen führen zu kardiovaskulären Komplikationen und Thrombosen besonders im Antiphospholipidsyndrom. Mit der Entdeckung des pathogenen Targets für Antiphospholipidantikörper (aPL) eröffnen sich neue Therapieansätze für thrombo-inflammatorischen Erkrankungen. Die Assoziation von aPL mit einem schweren Verlauf in COVID-19 und Hinweise auf gefäßbettspezifische Aufnahme des SARS-CoV-2 Virus weisen auf überlappende Mechanismen von Autoimmunerkrankungen und Virusinfektionen in der thrombo-inflammatorische Endotheldysfunktion hin. Dieses Projekt wird diese prothrombotischen Mechanismen in Endothelzellen charakterisieren, das Repertoire von Autoantikörpern hinsichtlich endothelialer Targets mittels einer innovativen Biomarker Plattform aufklären und die Endothel-protektiven Effekte einer gezielten präklinischen Intervention in prothrombotischen Autoimmunmechanismen definieren.
Univ.-Prof. Dr. Wolfram Ruf
Koordinator endoTArget
Wissenschaftlicher Leiter des Centrums für Thrombose und Hämostase an der Unimedizin Mainz
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P10 curAIscid - curATime AI science and development
Ziel von curAIscid ist es, Einzelprojekt-übergreifende KI-Problemstellungen gemeinsam zu bearbeiten und breit einsetzbare Lösungen zu entwickeln. Als wesentlich wurden vorab die folgenden vier Themen identifiziert:
Kleine Daten:Das Problem kleiner Datenmengen soll durch Ansätze wie Transferlernen, Datenerweiterung sowie wissensintensives maschinelles Lernen angegangen werden.
Erklärbarkeit:KI-basierte Vorhersagen können durch rein assoziative und nicht durch kausale Faktoren bedingt sein, was die Notwendigkeit unterstreicht, sowohl explainable AI als auch formale kausale Inferenzmethoden miteinander zu verbinden.
Repräsentationslernen und Phänotypisierung:Durch den Einsatz von bspw. Autoencoder-gestützter Dimensionalitätsreduktion können die Komplexität und das Rauschen in multidimensionalen Daten reduziert werden.
Privatsphäre und Fairness: Um Datenschutz und Vertraulichkeit von Daten zu gewährleisten sollen im Projekt Konzepte der sog. differentiellen Privatsphäre untersucht werden.
Prof. Dr. Sebastian Vollmer
Koordinator curAIscid
Leiter des Forschungsbereichs Data Science und ihre Anwendungen, Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
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P11 curAIvasc - KI-basierte Analyse der vaskulären Bildgebung zur optimierten multidimensionalen Informationsbewertung
curAIvasc verfolgt das Ziel, innovative Technologien und Pipelines für die Analyse von multi-dimensionalen Biodaten zu Gefäßfunktion und -struktur zu entwickeln und sie in die patientenorientierte Forschung zu übertragen.
Hierzu werden das Deutsche Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz und die Universitätsmedizin Mainz die vaskulären Bildgebungsdaten der Gutenberg-Gesundheitsstudie und Krankheitsspezifischer Kohorten analysieren. Standardisierte Vorverarbeitungsschritte, Harmonisierungsprozesse und Qualitätskontrollen schaffen die Grundlage für eine KI basierte kohortenübergreifende Exploration der Daten, aus der eine moderne Deep Learning-basierte multi-dimensionale Pipeline zur bildbasierten Vorhersage des individuellen Krankheitsverlaufs und zur personalisierten Risikobewertung entwickelt wird.
Die Identifizierung der einflussreichsten Variablen soll dazu beitragen, neue biologisch begründete Einflussfaktoren zur Risikobewertung in die medizinische Forschung zu überführen und ein besseres Verständnis für die molekularen Prozesse der Atherothrombose zu schaffen.
Univ.-Prof. Dr. Prof. h.c. Andreas Dengel
Koordinator curAIvasc
Geschäftsführender Direktor des Deutsches Forschungszentrum für Künstliche Intelligenz GmbH
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P12 curAIheart - Auf Künstlicher Intelligenz basierende Evaluierung echokardiographischer Bilddaten unter Berücksichtigung hochdimensionaler klinischer Daten
Die Echokardiographie ist ein klinisch etabliertes Verfahren zur Bestimmung von Struktur- und Funktionsparametern des Herzens zur Klassifikation und Risikoabschätzung kardiovaskulärer Erkrankungen. Dies ist ein aufwändiger Prozess, der in der Klinik bisher auf der visuellen Auswertung aufgezeichneter Videoloops durch das klinische Personal basiert. Auch unterstützende elektronische Bildverfolgungstechniken beruhen noch immer auf der Auswahl definierter Bildbereiche durch medizinisches Personal und hängen stark von Expertise und Erfahrung ab.
In curAIheart werden innovative Methoden des maschinellen Lernens genutzt, um tiefgreifende Analysen von echokardiographischen Aufnahmen und digital aufgezeichneten Bildinformationen zu automatisieren. In die Analyse der Aufnahmen sollen die Bildschleifen selbst und auch molekularbiologische Daten eingehen, die eine tiefergehende Analyse erlauben werden. Die entwickelte Pipeline wird die Risikobewertungen und die Früherkennung kardiovaskulärer Erkrankungen verbessern und die Verknüpfung mit weiteren diagnostischen Daten ermöglichen.
Univ.-Prof. Dr. Stefan Kramer
Koordinator curAIheart
Institut für Informatik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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P13 curAIsig - Hochdimensionale Robuste Signalverarbeitung
curAIsig entwickelt innovative Technologien in der systemorientierten biomedizinischen Forschung. In der heutigen klinischen Praxis werden Analyseverfahren angewandt, die insbesondere bei Datenausreißern und kleinem Stichprobenumfang im Verhältnis zur Dimensionalität zu falschen Ergebnisinterpretationen führen können. Wir werden daher eine robuste Signalverarbeitung und statistische Lernmethoden zur Entdeckung neuartiger und reproduzierbarer Biomarkersignaturen entwickeln und anwenden.
Der erste Beitrag von curAIsig befasst sich mit autonomen Dysfunktionen, die zur Entstehung von atherosklerotischen Erkrankungen und deren Folgen führen. Hierbei werden neue Verfahren entwickelt, um klinisch robuste Biomarker anhand von Messungen der Herzfrequenzvariabilität zu extrahieren. Ferner werden neuartige Lernverfahren erforscht, um aus hochdimensionalen Multi-Omics- und Ergebnisdaten klinisch interpretierbare Modelle zu entwickeln. Diese werden wir auf Biodatenbanken der Universitätsmedizin Mainz anwenden im Kontext der Pathophysiologie der Atherothrombose bewerten.
Prof. Dr.-Ing. Abdelhak Zoubir
Koordinator curAIsig
Signal Processing Group, Technical University of Darmstadt
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P14 curAIknow - Anwendung des biowissenschaftlichen Wissensgraphen Ontosight® zur Unterstützung der Vorhersage und Validierung von KI-generierten Hypothesen auf der Grundlage von Daten von Patienten und gesunden Kontrollen
curAIknow beschäftigt sich mit der Entwicklung von wissensbasierten Machine-Learning-Verfahren auf der Grundlage eines sehr großen biomedizinischen Wissensgraphen zur Nutzung innerhalb des curATime Clusters. Ein bestehender Wissensgraph, Ontosight, der nahezu das gesamte relevante öffentliche Wissen der Biowissenschaften abdeckt, soll mit umfangreichen Daten von gesunden Personen und Patienten kombiniert und integriert analysiert werden. Es werden zwei Richtungen verfolgt: Einerseits die Nutzung des Wissens a priori in Verfahren des maschinellen Lernens. Andererseits die Nutzung des Wissens a posteriori, um rein datengetrieben gelernte Machine-Learning-Modelle im nachhinein im Lichte vorhandenen Wissens zu überprüfen. Teil dieser Aufgabe ist die Entwicklung eines sogenannten Discovery Agents, der Verbindungen zwischen zwei Entitäten im Wissengraph neu entdeckt bzw. bewertet.
Univ.-Prof. Dr. Stefan Kramer
Koordinator curAIknow
Institut für Informatik, Johannes Gutenberg-Universität Mainz
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P15 curAHub - Konzept zur Firmengründung des Gutenberg Innovation Hub
Das curAHub Projekt ist eine Initiative zur Entwicklung des Konzepts für eine professionelle Datenanalyse- und Technologieplattform für translationale biomedizinische Forschung.
Zentrum des Konzepts ist die geregelte Nutzung hochwertiger, multidimensionaler Daten aus longitudinalen Kohorten- und Patientenstudien und von externer Daten. Modernste KI-Tools und statistische Methoden sowie und wissenschaftliche Beratung bei Datenauswahl und Analysetechniken erleichtern die Umsetzung biomedizinischer Ergebnisse in die klinische Anwendung. Die Plattform wird eine rechts-und datenschutzkonforme, sichere digitale Umgebung bereitstellen, die die interdisziplinäre Zusammenarbeit von Wissenschaft und Industrie fördert und so die synergistische Nutzung verschiedener Kompetenzen ermöglicht. Zudem wird eine rechtliche Beratung zur Markteinführung neuer Medizinprodukte, Patentierungen und Ausgründungen angeboten. Die Kommerzialisierung der konzeptionierten Plattform soll deren langfristige Nachhaltigkeit sichern.
Univ.-Prof. Dr. med. Philipp Wild
Koordinator curAHub
Leiter Präventive Kardiologie und Medizinische Prävention, Leiter Klinische Epidemiologie und Systemmedizin, CTH, Koordinator Gutenberg-Gesundheitsstudie, Principal Investigator Deutsches Zentrum für Herz-Kreislaufforschung (DZHK)
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P16 curAEducate - Die curATime Kompetenzschmiede
Ziel von curAEducate ist die Etablierung eines umfassenden Netzwerks, das Talente und Fachkräfte interdisziplinär, intersektoral und translational aus- und weiterbildet und durch exzellente Zukunftsperspektiven an die RMP-Region bindet. Hierfür baut curAEducate eine Austauschplattform auf, in welcher ein Wissenstransfer durch das Zusammenbringen Forschender aller Erfahrungsstufen der Disziplinen Medizin, Biowissenschaften und KI stattfindet. In dieser werden Fellowships vergeben, um standortübergreifende Forschungsarbeiten zu fördern. Eine Nachwuchsakademie wird etabliert, in der u.a. auf curATime-Bedürfnisse abgestimmte Workshops angeboten werden. Ein Zusatzzertifikat zur Aneignung translationaler Expertise wird etabliert und perspektivisch in einen Masterstudiengang eingebunden. Als Lernmaterial dient ein neu erarbeitetes Handbuch, das translationale Fallbeispiele erläutert. Im Rahmen von Hackathons werden curATime-spezifische Fragestellungen bearbeitet. Um Clusterangehörige langfristig an curATime und die RMP-Region zu binden, wird eine Recruitingplattform für die Stellengesuche der Partner und arbeitssuchender Fachkräfte etabliert.
Dr. Cathrin Nourse
Koordinatorin curAEducate
Wissenschaftliche Koordinatorin des Centrums für Thrombose und Hämostase an der Unimedizin Mainz, Programmkoordinatorin Karriereprogramm CTH
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P17 curACulture - Entwicklung einer innovativen und vielfältigen Clusterkultur
curACulture bildet die Grundlage zur langfristigen Etablierung einer nachhaltigen, gemeinsamen, offenen, gleichberechtigten und innovativen Clusterkultur aller aktiven und assoziierten Partner. Das Konzept dient der Schaffung einer eigenen Clusteridendität sowie der Netzwerkverstetigung in der Region und der Vernetzung inner- und außerhalb Deutschlands. Neben einer offenen und transparenten Kommunikationskultur sollen über die Förderung der Kreativität und Exzellenz vielseitig anwendbare Forschungsergebnisse generiert werden.
Um dies zu verwirklichen werden im Rahmen des Projekts unsere curAMeet Clusterkonferenzen und die curATalk Seminarreihe in regelmäßigen Abständen durchgeführt, sowie die Presse- und Öffentlichkeitsarbeit koordiniert. Mit dem gezielten Mentoring-Programm curAMent und dem Equality-Reporting möchten wir die Chancengerechtigkeit verbessern und damit eine ausgewogenere Geschlechterverteilung und Vielfalt in Führungspositionen fördern. Außerdem wollen wir Forschende aktiv unterstützen und anspornen, sich mit Populationsheterogenitäten sowie Geschlechterunterschieden auseinanderzusetzen.
Dr. Nina Lolies
Koordinatorin curACulture
TRON gGmbH, Projektmanagement
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